Museumsöffnung am 21. Juni 2026 – mit Museumscafé, Jahresausstellung „Strumpfdieb“ und Führungen durch die Dauerausstellung

Sonntag, 21. Juni 2026 | 14:00–17:00 Uhr

Am Sonntag, 21. Juni 2026, öffnet das Museum in der Schulstraße 32 in Nieder-Roden von 14:00 bis 17:00 Uhr seine Türen für alle Interessierten. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „Der Strumpfdieb von Nieder Roden“, die nicht nur die Geschichte des ersten Nieder-Röder Comics erzählt, sondern auch die Menschen und Orte dahinter lebendig werden lässt.

Cover des Comics „Der Strumpfdieb von Nieder-Roden“
©Pirkko Cremer

Neben Führungen durch die Dauerausstellung (je um 15 und 16 Uhr) und einem Museumscafé mit selbstgebackenen Köstlichkeiten gibt es in der Jahresausstellung zum Strumpfdieb besondere Exponate zu entdecken.

Ein Besuch im Museumscafé lohnt sich.
©AKHNR/FMA

„Jedes Örtchen hat sein Wörtchen“ – Das Nieder-Röder Wörterbuch von 1989

Ein besonderes Ausstellungsstück ist das inoffizielle Nieder-Röder Wörterbuch „Jedes Örtchen hat sein Wörtchen“, zusammengestellt von Ilse Eberhard und weiteren Mitgliedern des Heimatvereins. Das Werk dokumentiert die lokale Mundart die eben auch im Strumpfdieb eine große Rolle spielt. Wunderbar zeigen die Autoren, wie neue Mitbürger im Sprachcafé des Sozialzentrums am Puiseauxplatz mit den Herausforderungen der deutschen Sprache und ihren Dialekten konfrontiert sind.

Das Cover von „Jedes Örtchen hat sein Wörtchen“ (1989)
©AKHNR

Und in einem weiteren Motiv wird die Beziehung zum Nachbarort Dudenhofen liebevoll aufs Korn genommen, geschrieben im typischen „Nirreräirer Platt“. Wer hier ins Grübeln kommt, findet im Wörterbuch möglicherweise die passende Erklärung. Besucher sind eingeladen, darin zu stöbern und ihr persönliches Lieblingswort zu entdecken.

Eislaufen auf dem Badesee: Ein Wintervergnügen der besonderen Art

Während der Comic Rio Reiser auf den sommerlichen Badesee fliehen lässt, zeigen historische Aufnahmen das Strandbad im Winter 1986. Bei eisigen -4 °C und einer Eisstärke von 18,5 cm wagten mutige Nieder-Röder das Eislaufen auf dem zugefrorenen See – ein Vergnügen, das neuen Generationen aufgrund veränderter Klimabedingungen wohl verwehrt bleibt.

Mit dem Kinderwagen auf der geschlossenen Eisdecke des Badesees am 23. Februar 1986. Aufnahme: Rudi Keller.
©Stadtarchiv Rodgau

Der Nieder-Röder Galgen: Ein Ort der historischen Justiz

Eine weitere Tafel der Ausstellung behandelt die düstere Geschichte des Nieder-Röder Galgens. Als Sitz eines Zehntgerichts wurden in Nieder-Roden früher Todesurteile vollstreckt. Eine Flurkarte aus dem Buch „Die Flurnamen der Gemarkung Nieder-Roden“ zeigt den vermuteten Standort des Galgens. Interessierte Heimatdetektive finden in diesem Werk spannende Geschichten und sogar eine Zeichnung von Karl Pohl, die den möglichen letzten Gang eines Verurteilten illustriert.

Zeichnung von Karl Pohl aus dem Buch „Die Flurnamen der Gemarkung
Nieder-Roden“
©AKHNR

Die Ausstellung bietet damit nicht nur unterhaltsame Comic-Motive, sondern auch tiefere Einblicke in die lokale Geschichte und ihre oftmals weniger bekannten Facetten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!